Oben bleiben

An dieser Stelle ein Hinweis auf den Widerstand gegen das Großprojekt „Stuttgart 21“, das mittlerweile doppelt so teuer wie ursprünglich veranschlagt ist. Mir persönlich reichen eigentlich schon die 6 Meter Steigung des neuen Bahnhofs und die Reduzierung von 16 Gleisen des jetzigen Kopfbahnhofs auf 8 Gleise. Mein Eindruck: Da wird gegen alle Widerstände von ganz oben etwas durchgedrückt, was bei näherer Betrachtung kompletter Wahnsinn ist, nach dem Motto „Augen zu und durch“. Dier Verantwortlichen können nur beten, daß da nicht mal etwa ein Brand ausbricht. Ich unterstütze die Forderung, das Projekt „Stuttgart 21“ zu stoppen und statt dessen einen modernisierten Kopfbahnhof zu gestalten.

Bonatzbau

Nachdem sich nun trotz Ankündigung, er würde renoviert, seit letztem Dezember im Bonatzbau des Stuttgarter Hauptbahnhofs praktisch nichts tut, habe ich mich gerade per Email an die Ingenieure22 gewandt, da mir die ganze Sache langsam doch etwas komisch vorkommt. (Ich habe hier ja schon darüber berichtet.) Bin mal gespannt, ob ich da eine Antwort bekomme; das ist ja heute nicht mehr selbstverständlich.

In Stuttgart (7)

War gestern wieder in Stuttgart, weil ich dort einen Termin hatte. Im Bonatzbau des Hauptbahnhofs nach wie vor kein Anzeichen von Bauarbeiten, und das schon seit vorigem Dezember. Ich finde das absolut komisch und frage mich, was da los ist. Man hatte mir ja am Telefon etwas von „Maßnahmen im Hintergrund“ erzählt, aber ich hatte das deutliche Gefühl, daß mich der betreffende Herr angelogen hat. Das Gespräch war sowieso komisch.

Stuttgart 21

Nach meinem Beitrag über den Bonatzbau im Stuttgarter Hauptbahnhof noch ein paar Worte zu „Stuttgart 21“ generell. Während anderswo klamme Kassen beklagt werden, sind bei „Stuttgart 21“ komischerweise die Milliarden da. In diesem Zusammenhang kann ich nur nochmal auf das sehr lesenswerte Buch „Schaden in der Oberleitung“ von Arno Luik hinweisen, in dem ein ganzes Kapitel dem Großprojekt „Stuttgart 21“ gewidmet ist. Nur ein Detail von vielen: Der gesamte unterirdische Bahnhof hat über seine Gesamtlänge eine Steigung von 6 Metern, das heißt, die haltenden Züge müssen permanent abgebremst werden, damit sie nicht ins Rollen kommen. Und so geht es weiter. Mein Eindruck: Da wird gegen zeitweise massive Widerstände in der Bevölkerung von ganz oben her etwas durchgedrückt, was auf so wackeligen Beinen steht, daß man/frau schier verzweifeln möchte, nach dem Motto „Augen zu und durch“.

Ärgerlich

Da ich heute wieder in Stuttgart war, mußte ich auch unweigerlich durch den Bonatzbau des Stuttgarter Hauptbahnhofs. Und: Obwohl dieser Bau angeblich umgebaut werden soll, tut sich seit letzten Weihnachten – gar nichts. Nun habe ich spaßeshalber bei einer der auf der Website des Bonatzbaus angegebenen Telefonnummern angerufen, und der Herr am Telefon kam sichtlich ins Stottern. Nach einer Pause, die auf meine Frage folgte, meinte er unsicher, ja, da würde „jede Menge an Arbeiten im Hintergrund laufen“. Nur: Ich persönlich sehe davon gar nichts. Und: Was für ein „Hintergrund“ soll das denn bittteschön sein? Die einzige Aktivität, die mir seit Weihnachten aufgefallen ist, sind Graffiti-Künstler, die unlängst im Bonatzbau aufgestellte große Leinwände besprüht haben, aber von wegen Bauarbeiten – Fehlanzeige. Ich kann es einfach absolut nicht brauchen, wenn mich jemand anlügt bzw. sichtlich versucht, sich herauszureden. Ich wage gar nicht, mir vorzustellen, was da wieder für Mißstände verantwortlich sind.

In Stuttgart (3)

Heute vormittag wieder mit dem Regionalexpress nach Stuttgart. Während der Sommerferien könnte ich mit meinem VVS-Ticket in ganz Baden-Württemberg herumfahren, aber ich hatte heute ehrlich gesagt keine Lust dazu. Vielleicht ein anderes Mal.

Zuerst im Musikhaus Berthold & Schwerdtner, eine D-Saite kaufen. Dann in die “Holanka Bar”, wo die Frau hinter der Theke schon wußte, was ich nehme, nämlich einen Cappuccino mit Sahne. Das mache ich so seit Paris, wo ich immer einen Café Viennois getrunken habe, was aber eigentlich kein Cappuccino ist, sondern ein Espresso mit süßer Sahne.

In der “Holanka Bar” war ich heute aber nur kurz, weil ich im 4. Stock – die “Holanka Bar” liegt im Buchhaus “Wittwer” – nach dem Buch “Gimp 2.10” von Jürgen Wolf schauen wollte. Das war aber ausverkauft, ergo habe ich es mir zur Ansicht bestellt. Dabei habe ich gerade nicht die Energie übrig, um eine Besprechung eines 923 Seiten umfassenden Buches zu schreiben, müßte ich dazu eigentlich das gesamte Buch durcharbeiten. Ich möchte es mir nur mal durchblättern und das eine oder andere lesen.

Wie ich gestern dem Rheinwerk-Verlag geschrieben habe, habe ich so meine Schwierigkeiten mit Büchern von solchem Umfang.

Zu guter letzt noch Mittagessen oben im Restaurant der “Galeria Kaufhof”. Ich habe gehört, dass der Kaufhof Filialen schließen will und kann nur hoffen, dass diese nicht dazu gehört. Auf der Königstraße anonyme Massen, die sich aneinander vorbeischieben.

Im Stuttgarter Hauptbahnhof sind alle Geschäfte un die ganze Gastronomie seit Ende letzten Jahres geschlossen, weil angeblich umgebaut werden soll. Es tut sich aber seit Weihnachten praktisch gar nichts. In meinen Augen ist ja das ganze “Stuttgart 21” purer Größenwahn, aber es wird eben auf Biegen und Brechen durchgezogen. 1

1 Seht hierzu auch das wirklich lesenswerte Buch „Schaden in der Oberleitung“ von Arno Luik mit einem Kapitel zu „Stuttgart 21“.