Gedanken am Vormittag

Bin auf eine Anfrage wegen Bildnutzung hin an STUDIOCANAL weiterverwiesen worden, die ich auch gleich angemailt habe. Ich würde gerne ein Still aus der Doors-Dokumentation „When You’re Strange“ posten. Seit ich auf Arte „Die letzten Tage in Paris“ angeschaut habe, eine Dokumentation über Doors-Sänger Jim Morrison, interessiere ich mich wieder mehr für die Doors. In der Musiklandschaft von heute gibt es ja leider nichts Vergleichbares.

Dann war ich heute schon in der Ludwigsburger Myliusstraße einkaufen. An Bettlern war heute nur ein junger Mann da, der den Passanten fordernd einen Hut entgegengestreckt hat. Na ja, ich gehe da einfach vorbei, ohne ihn eines Blickes zu würdigen. Ich frage mich auch, ob sich das lohnt, da stundenlang so auf dem kalten Boden zu sitzen. Der Marktleiter im Rewe grüßt mich praktisch nie, obwohl ich dort jeden Tag einkaufe.

Jetzt müßte auch das Relief gerahmt sein, das ich vor etwa vier Wochen gemacht habe. Ich bin damit zum Leisten-Heckmann in Stuttgart gegangen, mit dem ich sehr zufrieden bin.

Piet Mondrian: „Komposition mit Farbflächen“ (1914)

Piet Mondrian: „Komposition mit Farbflächen“ (1914). © Staatsgalerie Stuttgart. Lizenz: CC0 1.0.

Mein Lieblings-Mondrian, ein frühes abstraktes Gemälde von 1914, noch vor dem „klassischen“ Mondrian, von dem auch zwei Beispiele in der Stuttgarter Staatsgalerie hängen. Ich finde dieses in seiner Farbgebung sehr dezent gehaltene Bild wunderbar ausbalanciert.

In Stuttgart

Während ich gestern abend in Stuttgart auf einer Vernissage war, habe ich erfreut bemerkt, daß man/frau endlich wieder draußen sitzen und was essen oder trinken kann. Der ganze Schloßplatz hat vor Leben regelrecht pulsiert, ob das die Terrasse von dem Kunstmuseum war oder der Starbucks nebenan. An der Calder-Plastik ein junger Mann (religiös???), der irgendwas laut rumgeschrieen hat. Das Kunstmuseum war um diese Zeit – kurz vor halb acht Uhr abends – ungeachtet der Vernissage überraschend schwach besucht. Vielleicht mache ich mal bei schönem Wetter am Samstagabend einen Abstecher nach Stuttgart.

Relief

Relief mit Rahmen © Copyright 1996 by Claus Cyrny. Alle Rechte vorbehalten.

Dieses schöne Relief habe ich 1996 gemacht. Im Prinzip ist das eine MDF-Platte 30 x 40 cm, auf die ich Molto Fill aufgespachtelt und dann ausmodelliert habe. Anschließend habe ich das Ganze mit schwarzer Acrylfarbe mit etwas Dioxazinpurpur übermalt. Nachdem dieses Relief bisher bei mir rumgestanden ist, habe ich es jetzt rahmen lassen und gebe es meinem Neffen, der in München wohnt und für eine Schweizer Versicherung arbeitet. Heute vormittag habe ich das fertig gerahmte Relief beim Leisten-Heckmann in Stuttgart abgeholt, der mir sehr sympathisch ist, habe ich dort doch schon Mitte der Neunzigerjahre ein paar Rahmen bestellt, die ich damals aber noch selber montiert habe. Was mir am Leisten-Heckmann so sympathisch ist, ist die Tatsache, daß das ein traditioneller Handwerkerbetrieb ist, wie man ihn nicht mehr so oft findet. Herr Heckmann ist auch nach 25 Jahren noch selbst der Inhaber.

Noch ein Foto (7)

„Shampooflasche“ © Copyright 2009 by Claus Cyrny. Alle Rechte vorbehalten.

Dieses interessante Foto, das ich 2009 gemacht habe, als ich noch in Stuttgart-Bad Cannstatt gewohnt habe, habe ich gerade beim Herumstöbern entdeckt. Ich habe es damals als Header-Grafik auf Twitter verwendet. Heute kann ich mit diesen ganzen Social-Media-Sachen aber nur noch wenig bis gar nichts anfangen.

Dudel-Pop (2)

War heute morgen schon bei meiner Nachbarin zu Besuch. Im Radio natürlich – wie immer – das substanzlose Gedudel von SWR3. Ich meine, mir kann doch niemand erzählen, daß die Macher dieses Senders nicht wissen, was sie den Hörern da zumuten. Und – in Bezug auf den ebenfalls in Stuttgart beheimateten Sender „Die neue 107.7“: Es geht doch nicht, die 60er- und 70er-Jahre einfach – warum? – auszuklammern und dann zu behaupten, man/frau würde „besten Rock und Pop“ spielen. Was ist da nur los?

Weiterführender Link: Alle Beiträge zum Thema.

Schaufensterpuppe

„Schaufensterpuppe“ © Copyright 2019 by Claus Cyrny. Alle Rechte vorbehalten.

Diese Schaufensterpuppe habe ich 2019 im Schaufenster eines Modegeschäfts in der Stuttgarter Tübinger Straße fotografiert. Dieses Foto geht imho gerade so. Ich habe diese Puppe ja schon einmal – damals deutlich schöner dekoriert – fotografiert, wo sie einen – wie soll ich sagen? – „französischen“ Look hatte.

Wieder offen?

„Holanka Bar“ © Copyright 2018 by Claus Cyrny. Alle Rechte vorbehalten.

An sich poste ich hier ja nichts zu Corona. Da es jetzt aber so scheint, als ob die Gastronomie hierzulande wieder aufmachen würde, mache ich eine Ausnahme. Vorgestern war ich – ich wohne ja in Ludwigsburg – in Stuttgart beim Leisten-Heckmann, um einen Rahmen für ein Relief 1 zu bestellen, das ich 1995/96 gemacht habe und das ich meinem Neffen geben will. Zu meiner Überraschung war Herr Heckmann, der mich ganz freundlich bedient hat, immer noch der Inhaber. Wir haben uns dann – das Relief ist in Schwarz – für einen ebenfalls schwarzen Rahmen mit Schattenfuge und Silberrand entschieden. Nachdem ich wieder gegangen war, wollte ich – der Leisten-Heckmann ist in der Sophienstraße – in einem Café in der nahegelegenen Christophstraße einen Cappuccino trinken. Die junge Frau, die dort bedient hat, hat mir jedoch gesagt, ohne Impfbescheinigung oder Test könnte ich nicht dableiben. Und: Sie hat mich an eine Teststation in der Tübinger Straße ganz in der Nähe verwiesen. Nachdem ich mich dort aber angestellt hatte und mir nach etwa fünf Minuten klar geworden war, daß ich bestimmt eine Viertelstunde würde warten müssen, bin ich kurzerhand wieder gegangen. Nun hoffe ich, daẞ auch hier in Ludwigsburg die Gastronomie wieder aufmacht, so daß ich mal mit meiner Nachbarin beim Bäcker und Konditor Trölsch einen Kaffee trinken kann. Außerdem würde ich mich freuen, wenn der „Blaue Engel“, der direkt neben der Filmakademie liegt, wieder aufmachen würde und wir vom Blender-Meetup uns mal wieder dort treffen könnten.

1 Bei diesem Relief handelt es sich um eine MDF-Platte 30 x 40 cm, auf die ich Molto Fill aufgespachtelt und dann modelliert habe. Anschließend habe ich das Ganze mit Acrylfarbe – Schwarz und Dioxazin-Purpur – übermalt. Zu den Bildern, die ich in dieser Zeit – 1995/95 – gemalt habe, seht bitte auch folgenden Beitrag.