Können Raben Gedanken lesen?

Als ich noch in Bad Cannstatt gewohnt habe, war ich mal bei der Stadtbahn-Haltestelle „Mineralbäder“, an der es einen kleinen See hat. Dort habe ich eine Gruppe von Raben beobachtet. Als ich ein paar Raben etwas zum Fressen hingeworfen habe, kamen schlagartig von anderswo ebenfalls Raben angeflogen. Wie funktioniert denn das? habe ich mich gefragt. Woher wissen die weiter entfernten Raben, daß es da etwas zu Fressen gibt? Sind Raben am Ende telepathisch? Na ja, es muß ja nicht gleich „Telepathie“ sein, aber vielleicht irgendein Feld? Genauso Fische. In Filmaufnahmen von Fischschwärmen kann man beobachten, wie die Fische wie auf Kommando alle zur selben Zeit die Richtung ändern. Könnte das auch durch eine Art Bewußtseinsfeld verursacht werden?

Georg von Holtzbrinck

In der breiten Öffentlichkeit kaum bekannt, gehören zur Stuttgarter Holtzbrinck-Gruppe u. a. Verlage wie S. Fischer Verlag, Rowohlt Verlag, Kiepenheuer & Witsch, Droemer Knaur und der Argon Verlag. Nun habe ich über die Wikipedia den sehr aufschlußreichen Artikel „Georg von Holtzbrinck – Nutznießer der Nazis“ entdeckt, der die Anfänge dieser Verlagsgruppe im Dritten Reich beleuchtet.

Zitat:

„War Georg von Holtzbrinck ein Nazi, der eine gewichtige Rolle spielte für Hitlers Propagandaminister Goebbels? Bis heute beginnt die offizielle Unternehmensgeschichte erst 1948. Der Journalist Thomas Garke-Rothbart forschte seit 1997 und legt jetzt mit dem Buch „…für unseren Bereich lebensnotwendig…“ neue Erkenntnisse vor.“–Cicero Online

Deutscher Museumbund

Das Kunstmuseum Stuttgart. Foto von mir.

Gerade entdeckt: der Deutsche Museumsbund. Für vergleichsweise günstige € 65,- bzw. ermäßigte € 40,- Jahresbeitrag bekommt man in an die 1000 Museen in Deutschland freien Eintritt. Für Kunstinteressierte wie mich lohnt sich eine Mitgliedschaft auf jeden Fall. Sowohl das Kunstmuseum Stuttgart als auch die Stuttgarter Staatsgalerie können bei einer Mitgliedschaft kostenlos besucht werden.

In Stuttgart (17): Fotostrecke

Als ich heute mittag nach Stuttgart gefahren bin, habe ich meine Kamera mitgenommen, weil ich im Stuttgarter Hauptbahnhof einen ICE („Deutschlands schnellster Klimaschützer“) fotografieren wollte. Hier also ein paar Fotos, die ich in Stuttgart bzw. während der Fahrt gemacht habe.

Im Zug von Abellio nach Stuttgart.
ICE im Stuttgarter Hauptbahnhof.
Werbung für „THE LÄND“ im Stuttgarter Hauptbahnhof.
Werbung für „THE LÄND“ (Detail) im Stuttgarter Hauptbahnhof.
Aufkleber auf dem Boden des Stuttgarter Hauptbahnhofs.
Fassade des Kunstmuseums Stuttgart.
Fassade des Kunstmuseums Stuttgart (Ansicht von hinten vom Kleinen Schloßplatz).
Bücher beim „Wittwer“.
Vorbeifahrender Zug der DB auf der Rückfahrt von Stuttgart nach Ludwigsburg. Fotos alle von mir. © Copyright 2021 by Claus Cyrny. Alle Rechte vorbehalten.

Frühstücken in Stuttgart

Zur Abwechslung mal was nicht so Kritisches: Die besten Frühstücks-Locations in Stuttgart. Auf der Website des kostenlosen Magazins „Moritz“ habe ich eine gute Übersicht zum Thema entdeckt. Dort ist u. a. auch das „Hüftengold“ zu finden, in dem ich neulich war und das mir sehr sympathisch ist. Tip: Das Bircher Müsli mit vielen Früchten. Das einzige Manko: Das „Hüftengold“ hat nur am Wochenende geöffnet. Schade!

Ämterhäufung

Als der alte Stuttgarter OB Fritz Kuhn von den „Grünen“ noch im Amt war, gab es unter https://www.stuttgart.de eine Unterseite, auf der seine ganzen Ämter aufgelistet waren. Ich habe das mal gezählt und bin auf an die sechzig (!) Ämter gekommen, davon mehrere Aufsichtsratsposten. So ist der Stuttgarter OB beispielsweise Aufsichtsratsvorsitzende beim Verkehrsverbund VVS, der im Januar vermutlich wieder die Preise erhöhen wird. Ich habe auf einen Artikel zu Herrn Kuhn der „Stuttgarter Zeitung“ eine Email geschrieben, jedoch, wie das in solchen Fällen ja leider üblich ist, keine Antwort erhalten. Ich frage mich nun, wie ein Mensch an die sechzig Ämter bewältigen will.

Weiterführender Link: Die Ämter vom aktuellen Stuttgarter OB Frank Nopper.

Zuckerfrei (3)

Habe es inzwischen geschafft, mehr als zwei Wochen zuckerfrei zu sein, worauf ich richtig stolz bin. Vorgestern habe ich allerdings im „Hüftengold“ in Stuttgart ein (leckeres) Bircher Müsli mit etwas Honig gegessen, kam daraufhin aber nicht in Versuchung, wieder Industriezucker zu essen, der ja eindeutig süchtig macht.

In Stuttgart (16)

Mußte heute wieder nach Stuttgart, um Geld auf mein Konto einzuzahlen, da es in Ludwigsburg keinen Automaten meiner Bank gibt. Im „Wittwer“ einen Crema in der „Holanka Bar“.

Jürgen Todenhöfer: Die große Heuchelei © 2019 Ullstein Buchverlage GmbH, Berlin.

Anschließend ein Blick in „Die grosse Heuchelei“ von Jürgen Todenhöfer. Nach dem, was ich gelesen habe, kann ich dieses engagiert geschriebene Buch nur empfehlen. Der Autor zeigt u. a. kritisch die Rolle der westlichen Medien auf, die die Bevölkerung bewußt desinformieren.

Ein Auszug aus dem Verlagstext:

„Die Außenpolitik des Westens beruht auf einer zentralen Lüge: Seine oft terroristischen Militärinterventionen dienen nie der Freiheit und Demokratie, sondern stets ökonomischen und geostrategischen Interessen. Unter Lebensgefahr recherchierte Jürgen Todenhöfer dies zusammen mit seinem Sohn Frederic in den gefährlichsten Krisengebieten der Welt. Sein Fazit: Der Westen muss die Menschenrechte vorleben, statt sie nur vorzuheucheln.“–Ullstein-Verlag

Kostenloser ÖPNV – ein Kommentar

Ein Zitat aus dem Artikel „Kostenloser ÖPNV – und die Stadt verdient daran“1 in der „Zeit“:

„Das Ziel, Autofahrern öffentliche Verkehrsmittel schmackhaft zu machen, erreichen sie damit nicht“, schränkt Cats ein. Die Zahl der Autofahrer, die wegen des kostenlosen Nahverkehrs umgestiegen sei, sei marginal. Es führen einfach mehr Menschen mit Bus und Tram, die vorher zu Fuß gegangen seien. Und im Hinblick auf die Diskussion in Deutschland fügt der Verkehrsforscher hinzu: „Einen wirklichen Effekt auf die Menge an Schadstoffen, die von Autos ausgestoßen werden, gibt es auch in Tallinn nicht.““–Benedikt Schulz

Imho müßte als flankierende Maßnahme der Autoverkehr in den Innenstädten deutlich reduziert werden, indem man z. B. an der Peripherie der City kostenlose Parkhäuser für die Pendler einrichtet. Gerade in Stuttgart mit seiner Kessellage und der damit verbundenen schlechten Luft könnte das ein Ansatz sein – wenn da nicht die gerade hier starke Autolobby (Daimler-Benz, Porsche, Bosch als Zulieferer) wäre.

In der „Stuttgarter Zeitung“ lese ich, daß einer IHK-Studie zufolge Stuttgart an Attraktivität verliert. Was wäre aber, wenn Stuttgart zu einer Vorzeige-Ökostadt umgebaut würde? Schließlich haben wir eine grüne Landesregierung. Nur: Der CDU-Oberbürgermeister Nopper sperrt sich ganz offensichtlich gegen solche Vorschläge. Jeder will auf einmal ökologisch sein, aber wenn’s um das konsequente Umsetzen geht, wird gemauert, und das können wir uns einfach nicht mehr leisten. Was wir hier brauchen, ist ein Paradigmenwechsel.

1 Es geht hier um den kostenlosen ÖPNV in Tallinn in Estland.

THE LÄND (3)

Werbung für „THE LÄND“ im Stuttgarter Hauptbahnhof. Foto von mir.

Hatte heute endlich mal meine Kamera dabei und konnte so die Werbung für „THE LÄND“ fotografieren. Na ja, das gibt zwar dem Durchgang im Stuttgarter Hauptbahnhof einen positiven Anstrich, aber wenn da nicht noch deutlich mehr kommt, halte ich persönlich die € 21 Millionen für rausgeworfenes Geld. Da hätte das Land imho besser in einen kostenlosen öffentlichen Nahverkehr investiert. In der estnischen Stadt Tallinn funktioniert das seit fünf Jahren.