Nochmal: Das unkomfortable Textwerkzeug des Gimp 2.10.18

Ich möchte hier nochmal auf unkomfortable Textwerkzeug des Gimp hinweisen. Wenn man/frau nämlich einen Text anlegen und diesen in der Größe verändern will, genügt es nicht, einfach eine andere Größe einzugeben wie hier …

Bloßes Verändern der Textgröße genügt nicht.

… nein: Zuerst muß man den gesamten Text mit [Strg]+[A] auswählen.

Ausgewählter Text. Erst dann werden die Veränderungen übernommen.

04:34 Uhr

Also, wie ich schon an anderer Stelle geschrieben habe, täte es wirklich not, das Textwerkzeug des Gimp 2.10 mal generell (!) zu überarbeiten. Das ist alles so was von unkomfortabel.

Jonglieren mit dem Textwerkzeug des Gimp 2.10.18

Es reicht nämlich nicht (wie man/frau meinen sollte), das Textwerkzeug aufzurufen und drauflos zu tippen. Wenn man/frau die Schriftgröße verändern will, muß man/frau nämlich zuerst den Text mit [Strg]+[A] auswählen – dann erst kann die Schriftgröße verändert werden. Man/frau muß da mit drei verschiedenen Einstellmöglichkeiten jonglieren. Liebe Gimp-Entwickler: Muß das denn sein???

Gimp 2.10.18: Arbeiten mit dem Textwerkzeug

Das Textwerkzeug im Gimp (auch noch in Version 2.10.18) ist ja etwas widerspenstig (um es mal vorsichtig auszudrücken). Bettina K. Lechner weist ja in ihrem Buch auf den Effekt hin, daß man/frau beim Versuch, einen Text zu verschieben, statt des Textes die Hintergrundebene verschiebt. Das geht aber noch. Viel lästiger finde ich, daß es das Textwerkzeug in Ausnahmesituationen aus dem Bildfenster hinausverschiebt (siehe den rotumrandeten Bereich in der folgenden Abbildung).

Verschobenes Textwerkzeug im Gimp 2.10.18

Daß die Gimp-Entwickler das nicht einmal auf ihrer Agenda haben, finde ich schon mehr als traurig, aber man/frau muß ja nicht alles verstehen.

Um nun doch einigermaßen mit diesem Werkzeug zurechtzukommen, empfehle ich auf jeden Fall, den Texteditor zu aktivieren (siehe Abbildung oben) sowie das Bildfenster zu vergrößern.

Und noch etwas: Wenn man/frau den Texteditor geöffnet hat, wird man/frau – warum das so ist, weiß ich nicht – mit zwei Möglichkeiten konfrontiert, die Textfarbe einzustellen, wobei die Auswahlmöglichkeit im Werkzeugkasten Priorität hat (siehe unten).

Textwerkzeug im Gimp 2.10.18 mit zwei Möglichkeiten, die Textfarbe auszuwählen.

Wenn man/frau den Fehler macht, die Farbe im Texteditor auszuwählen und dann schreiben will, „schnappt“ die Textfarbe wieder auf die im Werkzeugkasten eingestellte zurück.

Übrigens: Wie man /frau einen so schön geglätteten Kreis wie in den Abbildungen oben hinbekommt, erfahrt ihr hier.

Unkomfortabel: Das Textwerkzeug im Gimp 2.10.18

In meinem letzten Beitrag habe ich – wieder einmal – das mehr als unkomfortable Textwerkzeug des Gimp – auch noch in der Version 2.10.18 – bemängelt. Dass es auch anders geht, zeigt beispielsweise Paint Shop Pro 6 – von ca. 2002 (!).

Textwerkzeug in Paint Shop Pro 6

Hier wird der Text zuerst als Vektor erstellt und – wie in Photoshop – erst bei Bedarf in eine Bitmap umgewandelt. Warum bekommen das die Gimp-Entwickler nicht hin?

Gimp 2.10.18: Einen Kreis zeichnen

Eigentlich sollt es überhaupt kein Problem sein, im Gimp einen schönen, geglätteten Kreis zu zeichen – eigentlich, wie gesagt. An sich ist das ja relativ einfach: Man/frau zeichnet mit der elliptischen Auswahl einen Kreis, wobei man/frau in den Werkzeugeinstellungen ein Seitenverhältnis von 1: 1 eingibt. Ok. Dann in Bearbeiten > Auswahl nachfahren (etwas weiter unten) gehen und Glätten auswählen. Das sollte nun eigentlich funtkionieren. Nur: Mit dem Glätten hapert es – leider – noch. Da frage ich mich, wozu diese Option eigentlich da ist, wenn der Kreis – ich verwende hier die Stärke von drei Pixeln – immer noch sichtbare Ecken hat (von Glätten keine Spur; siehe Kreis ganz links).

Zweiter Versuch: Man/frau kann die Auswahl auch mit einem Pinsel nachfahren. Ich habe hier einen Pinsel mit drei Pixeln Stärke genommen (auszuwählen im Pinsel-Dialog, den man/frau sich über Reiter hinzufügen in den Werkzeugkasten holen kann). Aber – wie das mittlere Beispiel zeigt, auch hier wieder Fehlanzeige – immer noch sichtbare Ecken.

Dritter Versuch: Im Gimp gibt es unter anderem eine sehr einfache Vektorgrafik-Applikation namens Gfig, zu finden unter Filter > Rendern > Gfig... . Erst als ich dort den dritten Kreis oben gezeichnet habe – auch hier wieder mit einem Pinsel mit drei Pixeln Stärke, war das Ergebnis einigermaßen ok. Liebe Gimp-Entwickler, geht das nicht einfacher? In dieser Zeit habe ich den Kreis ganz sauber in Inkscape gezeichnet und in den Gimp importiert.

Aber: Es gibt noch eine vierte Möglichkeit. Man/frau zeichne mit dem Auswahlwerkzeug den Kreis und wandle ihn dann in einen Pfad um. Dann mit Bearbeiten > Pfad nachfahren... den Pfad nachzeichen, und man/frau hat ein wunderbares Anti-Aliasing.

P. S.: Ich habe im obigen Beispiel die Zahlen in Inkscape eingefügt, weil es mir einfach zu dumm war, mich mit dem mehr als unkomfortablen Textwerkzeug des Gimp herumzuschlagen (seht auch folgenden Beitrag von mir).

Gimp 2.10.18: Das Textwerkzeug

Das sehr unkomfortable Textwerkzeug im Gimp 2.10.18

So gern ich auch mit dem Gimp arbeite – ich benutze die Version 2.10.18 -, so sehr stört mich das imho (???) sehr unkomfortable Textwerkzeug. Vorhin wollte ich zu einem Screenshot einen einfachen Text hinzufügen, und da ich dafür die Schrift Verdana nehmen wollte, gab ich diesen Namen also statt supersonic Thin ein. Das nütze aber nichts. Sobald ich den Text tippen wollte, sprang das Textwerkzeug aber wieder auf supersonic Thin um. Liebe Gimp-Entwickler, das muß doch nicht sein. 🙁

Bei anderen Programmen wie Photoshop ist das mit dem Textwerkzeug viel eleganter gelöst. Bei Photoshop z. B. wird der Text zuerst als Vektor gerendert und erst bei Bedarf in eine Bitmap umgewandelt. Auch rutscht das Textwerkzeug bei Photoshop nicht – wie mir da schon öfter beim Gimp passiert ist – aus dem Bild heraus, etwa so:

Wo ist das Textwerkzeug?

Gimp 2.10

Das Interface des Gimp 2.10 im Zweifenster-Modus

Ich arbeite sehr gern mit dem Gimp und tue mich schwer, wenn Leute behaupten, der Gimp sei unintuitiv. Ok, ich arbeite schon seit ca. 2002 mit ihm, seitdem ich auf Linux – zuerst SuSE 7.3, dann Mandrake und schließlich Ubuntu – umgestiegen bin. Dank Shortcuts (dt.: Tastaturkürzeln) kann man vieles vereinfachen. Man/frau kann auch seine eigenen Shortcuts definieren.

Die Toolbox ist mitttlerweile dank Flyouts deutlich aufgeräumter als noch beim Gimp 2.8, obwohl ich von letzterem ein Filterpaket vermisse, mit dem man u. a. einen schönen Cross-Processing-Effekt hinbekommen konnte. Ob dieses Paket (FX Foundry) auch für den Gimp 2.10 gibt, weiß ich ehrlich gesagt nicht. (Doch – siehe hier.) Der Begriff Cross-Processing kommt eigentlich von der Filmentwicklung und bedeutet, daß man einen Diafilm wie einen Farbnegativfilm entwickelt und umgekehrt. Dabei entstehen interessante Farbeffekte. Die FX Foundry besteht aus 116 Scripts, die man/frau nach dem Herunterladen unter Linux einfach in /usr/share/gimp/2.0/scripts kopieren muß. Dann den Gimp neu starten. Jetzt erscheint oben in der Menüleiste ein neuer Eintrag FX-Foundry. Voilà.

Ein Manko beim Gimp – auch noch im Gimp 2.10 – ist das sehr unkomfortable Textwerkzeug. Auch die Pinseleinstellungen sind nicht ganz leicht zu finden. Im Tab „Pinsel“ kann man/frau sie jedenfalls nicht editieren (nur neu erstellte Pinsel). Summa summarum kann ich den Gimp aber wirklich empfehlen, zumal seit Version 2.10 auch Farbtiefen von 16- bzw. 32-bit pro Kanal unterstützt werden.