Noch ein Fund: „steadycam“

Cover von „steadycam“ Nr. 29 (Anne Parillaud in „La Femme Nikita“). © Copyright 1990 by Gaumont. Mit freundlicher Genehmigung.

Als ich noch in Stuttgart gewohnt habe, habe ich mal in der dortigen Stadtbücherei (die alte im Wilhemspalais) eine Filmzeitschrift entdeckt, die mich beim Lesen zusehends fasziniert hat. Der Titel dieser (leider nicht mehr existierenden) Zeitschrift lautete „steadycam“. Ich erinnere mich noch an einen Artikel ganz hinten im Heft, in dem es um Hollywood ging. Der Autor nannte den eben herausgekommenen Film „The Matrix“ (1999) den Hyperfilm. Na ja. Damals, als die Eindrücke noch frisch waren, war auch ich von „The Matrix“ begeistert; heute sieht das etwas anders aus. Jedenfalls wurde mir schnell klar, daß „steadycam“ von absoluten Filmbegeisterten gemacht wurde. Ich erinnere mich auch noch an die Ausgabe, die Sam Peckinpahs Klassiker „The Wild Bunch“ (1969) gewidmet war, wenn ich mich recht erinnere, mit tonnenweise Stills aus dem Film. Anläßlich der 50. Ausgabe von „steadycam“ habe ich nun einen 2007 in der „SZ“ erschienenen Artikel von Jürgen Schmieder entdeckt, der u. a etwas auf die Entstehungsgeschichte dieser Zeitschrift eingeht. Und zu meiner Überraschung existieren im Internet Archive noch Fragmente der „steadycam“-Website.

„steadycam“

Es muß so vor circa 15 Jahren oder so gewesen sein, als ich in der Stuttgarter Stadtbücherei – damals noch im Wilhelms-Palais – ein Exemplar der Filmzeitschrift „steadycam“ entdeckte. Ich meine, daß es in dieser Ausgabe um „The Wild Bunch“ (1969) von Sam Peckinpah ging. Das Ganze mit tonnenweise Stills aus dem Film. Ich war fasziniert. Ich schrieb daraufhin „steadycam“ eine Email und erhielt auch Antwort vom Herausgeber Milan Pavlovic: Ja, man sei sich bewußt, daß das mit den Stills in den USA rechtlich gesehen wohl nicht möglich wäre. Ich finde es wirklich schade, daß – was ich damals nicht mitbekam – „steadycam“ 2007 eingestellt wurde. Beim „Zweitausendeins Verlag“ gibt es noch alte Ausgaben dieser Zeitschrift für ganze € 2,99 pro Ausgabe.