Perspektivwechsel

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Wer Russland einmal von einer anderen Seite sehen will, dem sei das Buch „Russland verstehen“ von Gabriele Krone-Schmalz empfohlen.

Zitat:

„Haben Sie einmal darauf geachtet, wie in Politik und Medien beim Thema Ukraine mit den Begriffen EU und Europa umgegangen wird? In gefühlten neunzig Prozent der Fälle müsste es EU und nicht Europa heißen. Aber diese Begriffe lösen Unterschiedliches aus, weil sie unterschiedlich besetzt sind. Platt formuliert: Europa stellt einen Wert dar, die EU eher ein Ärgernis und zunehmend ein Risiko. Es sind diese entlarvenden unterschwelligen Wertungen, die immer wieder zeigen, wie tief das negative Russlandbild sitzt.“–Gabriele Krone-Schmalz

Ja, das „negative Russlandbild“. Ich persönlich halte jede Schwarz-Weiss-Malerei für gefährlich, weil sie der viel komplexeren Realität zu wenig Rechnung trägt. Wir kennen das ja aus unseren Medien: die „gute“ EU (oder NATO) und das „böse“ Russland. Hier gilt es gegenzusteuern, und der erste Schritt ist, sich gut zu informieren. Dazu bietet sich, wie ich finde, das obige Buch an.

Weiterführende Links: Mein Beitrag „Angriff auf die Ukraine?“ sowie ein Interview mit Gabriele Krone-Schmalz bei den Nachdenkseiten1.

Zitat:

„Die USA haben keinerlei Interesse an einem wie auch immer geeinten oder zusammenarbeitenden Eurasien. Das kann man auch schwarz auf weiß in entsprechenden Strategiepapieren nachlesen.“–Gabriele Krone-Schmalz

Weiterführender Link: Der Artikel „Sie haben eine Art, die mir auf die Nerven geht“ beim „Spiegel“.

1 Es scheint sich hier allerdings um Corona-Leugner zu handeln.

Angriff auf die Ukraine?

Lese gerade den Artikel „Plant Russland einen Angriff? Truppenbewegungen nahe der Ukraine lösen grosse Besorgnis aus“ auf der Website der „Neuen Züricher Zeitung“ von heute.

Zitat:

„Bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr hat Russland mit einem Truppenaufmarsch in der Nähe der ukrainischen Grenze Befürchtungen über einen bevorstehenden Grossangriff ausgelöst. Anfänglich, Ende Oktober, wirkten die in Washington ertönenden Warnungen noch vage und wurden in Kiew heruntergespielt. Dort hiess es zunächst, man beobachte keine ungewöhnlichen Truppenbewegungen. Doch dies hat sich in den vergangenen Tagen geändert. Auch die ukrainische Regierung wirkt nun in höchstem Masse alarmiert.“–Andreas Rüesch

Bleibt zu hoffen, daß das nur ein Manöver ist und nicht die Vorbereitung zu einem Angriffskrieg.

Weiterführender Link: „Eigentlich hat keine Seite Interesse an Krieg“ bei n-tv.