Nervig (2)

Als ich heute mit meiner Nachbarin gekocht habe, lief wieder „Die neue 107.7“, ein lokaler Stuttgarter Sender. Ich persönlich kann diesem Sender nicht viel Positives abgewinnen, zumal die 1960er- und 1970er-Jahre ausgespart werden. Das, was da läuft, ist in meinen Augen allenfalls zweitklassig. Nervig ist auch der imho penetrante Werbespruch wirklich nach jedem Stück: „Die neue 107.7. Bester Rock und Pop.“. Habe das laufen lassen, weil ich zu faul war, den PC in der Küche hochzufahren, was eine halbe Ewigkeit dauert. Dieser PC hat noch Windows XP installiert, und außerdem ist der installierte Firefox total veraltet. Aktuelle Versionen laufen gar nicht mehr auf diesem System. Manchmal, wenn ich etwas Zeit habe, fahre ich diesen PC doch hoch, und wir hören die „SOULSTATION“ aus Baden-Baden.

Schlaflos in Ludwigsburg (23)

Werbung zu „THE LÄND“. © Copyright 2021 by Staatsministerium Baden-Württemberg.

Ok, bald habe ich’s ja geschafft, nachdem ich schon seit ungefähr vier Uhr wach bin. Mein letzter Beitrag „Zwangswerbung“ hat mir mal wieder bewußt gemacht, wie sehr sich das Internet seit 1996, als ich das erste Mal mit ihm in Berührung kam, kommerzialisiert hat. Imho wäre es höchste Zeit, das wieder zurückzufahren, aber bestimmte Leute bekommen eben nie genug, und so wird der derzeitige Trend wohl weitergehen. Noch vor der Jahrtausendwende habe ich immer wieder gelesen, daß wir ins „Zeitalter des Wassermanns“ kommen würden und eine Entwicklung hin zu mehr Spiritualität stattfinden würde. Bislang ist davon aber wenig zu spüren. Alles wird immer kommerzieller. Sogar in dem Werbespot zur Kampagne „THE LÄND“ ist ab und zu dieser Hang zum Überdrehten zu finden, der ja irgendwie Mode zu sein scheint.

Zwangswerbung

Zwangswerbung in einem Video auf n-tv. © Copyright 2021 by Unzer GmbH.

Wenn ich mir bei n-tv ein Video anschauen will, muß ich vorher einen Werbespot ertragen. Ich komme mir da richtiggehend vergewaltigt vor. Ok, ich könnte mit Firefox surfen, da der Adblocker in Google Chrome aus irgendeinem Grund nicht funktioniert, aber da ist eben das mysteriöse Darstellungsproblem, wenn ich dieses Blog besuche. Außerdem habe ich mich so an Chrome gewöhnt, daß ich nicht gerne wieder zurück zu Firefox will.

Weiterführender Link: „Prognostizierte Umsatzentwicklung in der Werbung in Deutschland in den Jahren von 2013 bis 2025“. Anno 2021 lag in Deutschland der Umsatz aus Werbung bei € 32,1 Milliarden. Also, ich persönlich kann auch ohne diese Verdummung leben, würde ich Werbung am liebsten abschaffen.

Penetrant

Klarmobil-Werbung. © Copyright 2021 by klarmobil GmbH.

Da ich meinen Adblocker für Google Chrome deinstalliert habe, weil er nicht funktioniert hat, bin ich bei der Bloggerei mit obiger Werbung konfrontiert worden, die ich absolut penetrant finde. Schon mehrfach ist es mir passiert, daß ich mir Dieter Bohlen mit seinem Kukident-Lächeln anschauen mußte. Ist das wirklich nötig? frage ich mich.

THE LÄND (3)

Werbung für „THE LÄND“ im Stuttgarter Hauptbahnhof. Foto von mir.

Hatte heute endlich mal meine Kamera dabei und konnte so die Werbung für „THE LÄND“ fotografieren. Na ja, das gibt zwar dem Durchgang im Stuttgarter Hauptbahnhof einen positiven Anstrich, aber wenn da nicht noch deutlich mehr kommt, halte ich persönlich die € 21 Millionen für rausgeworfenes Geld. Da hätte das Land imho besser in einen kostenlosen öffentlichen Nahverkehr investiert. In der estnischen Stadt Tallinn funktioniert das seit fünf Jahren.

Nochmal Werbung

In meinen Augen ist Online-Werbung – ja sogar Werbung generell – absoluter Quatsch. Ok, ich lese da auf bestimmten Websites „So finanzieren wir uns aber.“, aber wie sieht es denn wirklich aus? Anscheinend ist es so, daß das bloße Anschauen der Werbung gezählt wird, aber dadurch wird doch noch nichts verkauft. Auch nicht durch Anklicken des Werbebanners, sondern nur, wenn ich auch etwas bestelle. Das Ausmaß der Online-Werbung hat, seit ich das Internet kenne – seit 1996 – so dramatisch zugenommen, daß ich mich oft total zugepflastert fühle.

Zugepflastert

Screenshot einer Seite bei den „Stuttgarter Nachrichten“. © 2021 by Stuttgarter Nachrichten Verlagsgesellschaft mbH.

Da mein für Google Chrome installierter Adblocker nicht funktioniert hat (warum auch immer), habe ich ihn kurz entschlossen wieder deinstalliert. Solchermaßen der Online-Werbung ausgesetzt, empfinde ich diese ehrlich gesagt als immer penetranter. Als ich 1996 zum ersten Mal im Internet war, gab es solche Auswüchse jedenfalls noch nicht – und das hat auch gut funktioniert. Mögliche Lösung: Ein anderer Browser. Firefox 94.0, den ich bis vor ca. einem halben Jahr benutzt habe, hat aber einen Programmierfehler (nehme ich zumindest an), weil er dieses Blog z. T. nicht ordentlich darstellt. (Mit Chrome hatte ich dieses Problem nie.) Tja, da ist guter Rat teuer.

Weiterführender Link: Mein Beitrag „Werbung“.