Netiquette

Bin inzwischen seit 1996 im Internet unterwegs, seit ich für ein Jahr bei debis Systemhaus in Fellbach bei Stuttgart gearbeitet habe. Inzwischen ist viel Zeit vergangen und ich habe so manches erlebt. Zum Negativen gehört eine Tendenz – meiner Wahrnehmung nach gerade im deutschsprachigen Raum – zu einem oberlehrerhaften Habitus („Ich weiß alles besser.“). Bin mal – das war vor einigen Jahren – im Forum von SelfHTML so rüde angepflaumt worden, daß ich seitdem vom Besuch dieses Forums Abstand genommen habe. Dabei schätze ich das ursprünglich von Stefan Münz verfaßte HTML-Tutorial sehr. Auch mit der deutschsprachigen Wikipedia – und dort namentlich mit einigen Sichtern – habe ich schlechte Erfahrungen gemacht,so daß ich nicht zu Einträgen auf dieser Seite verlinke. Es scheint so, daß es da Leute gibt, die im Schutz ihrer vermeintlichen Anonymität meinen, sie könnten sich alles erlauben.

Schlaflos in Ludwigsburg (44)

Es ist 00:31 Uhr. Die Wikipedia wirbt wieder mal für Spenden. Ich werde denen aber nichts spenden, habe ich doch schon ausnehmend schlechte Erfahrungen mit den sogenannten „Sichtern“ gemacht (seht dazu auch hier), deren Arroganz mir sauer aufgestoßen ist. Aus diesem Grund verlinke ich auch nicht zur deutschen Wikipedia. Habe der „Zeit“ auf einen Artikel hin eine kritische Email geschrieben, die aber wie so oft nicht beantwortet wurde. Das scheint denn auch immer mehr Mode zu werden.

Die 7-Tages-Inzidenz hier in Baden-Württemberg hat mit 529,9 – in Ludwigsburg 535,2 – einen neuen Höchststand erreicht. Immer noch kein Lockdown. Wie soll das weitergehen?, frage ich mich.

Screenshot von einer Seite der Stadt Ludwigsburg.

Habe hier das Wort „Wüstenrotstiftung“ entdeckt, was mich an meine Erfahrungen mit dieser Bausparkasse in den frühen Neunzigerjahren erinnert hat. Ich hatte 1989 nach meiner Ausbildung einen Bausparvertrag abgeschlossen und mich 1993 in der Wüstenrot-Filiale in Stuttgart-Degerloch beraten lassen. Der Wüstenrot -Mitarbeiter hatte mir gesagt, wenn ich den Bausparvertrag erhöhen wolle, könnte ich das „jederzeit wieder rückgängig machen“. Was er mir nicht gesagt hat, war, daß dann die sogenannte einmalige Einlage – im meinem Fall DM 980,- – weg wäre. Ich habe dann – was natürlich Blödsinn war – einer Erhöhung zugestimmt und war, als ich den Vertrag dann gekündigt habe, weil ich arbeitslos geworden war, die DM 980,- los. Ich habe mich dann gefragt, was es mit diesen DM 980,- überhaupt auf sich hatte. War das die Provision dieses Mitarbeiters?

Diese Zeit – 1995/1996 – , in der ich meistens arbeitslos war, ist mir noch in lebhafter Erinnerung. Habe mir damals – das war im Sommer – auf einem Maisfeld einen Maiskolben geholt, weil ich nichts mehr zu essen hatte. Als mir jemand von meinem Rad das Vorderrad geklaut hat, habe ich das Sozialamt um Unterstützung gebeten, die aber abgelehnt worden ist. Das war vor der Pauschalierung der Sozialhilfe. Habe dann schließlich im Januar 1996 einen befristeten Aushilfsjob beim Kaufhof gefunden, wo ich bei der Inventur geholfen habe. Danach folgte ein Job bei der IHK. Dann wieder eine Zeit der Arbeitslosigkeit, bis ich im November 1996 über Zeitarbeit – ein Kapitel für sich1 – zu debis Systemhaus in Fellbach kam, wo ich ein Jahr gearbeitet habe. Durch diesen Job – ich habe damals die von debis betreuten Router-Netzwerke dokumentiert – habe ich mit Grafik angefangen.

Bei diesen Ausflügen in die Vergangenheit taucht bei mir die Frage auf, ob ich nicht mal einen längeren autobiografischen Text verfassen sollte.

1 Nachdem das Jahr bei debis ohne Probleme ging, wollte mich die Zeitarbeit auf einmal loswerden und bat mich, zu kündigen, was ich ablehnte. Daraufhin brachte die Zeitarbeit einige fadenscheinige Sachen aufs Tablett, ich hätte mich bei dem kurzen Job nach debis – das war bei debitel – unkorrekt verhalten. Schließlich kündigte mir die Zeitarbeit.

Wem soll man glauben?

Diese Frage stellt sich mir, nachdem ich mir auf meinen Beitrag „Perspektivwechsel“ hin den Eintrag zu Gabriele Krone-Schmalz in der deutschen Wikipedia überflogen habe, ist dort doch z. T. massive Kritik an ihren Büchern – wie z. B. „Russland verstehen“ – gepostet. Muß man dann, so frage ich mich, erst einen ganzen Haufen Sekundärliteratur durcharbeiten, ehe man sich ein Urteil über ein bestimmtes Buch erlauben kann?

Wikipedia

Auf einen Artikel bei der „Zeit“ hin, in dem es um die Erfahrungen eines sogenannten Sichters bei der Wikipedia geht, habe ich der betreffenden Redaktion eine Email1 geschrieben:

„Guten Tag,

Sie schreiben in dem Artikel „Wie es wirklich ist … einen Wikipedia-Eintrag zu verteidigen“ meiner Ansicht nach viel zu positiv über Sichter. Meine Erfahrung ist, daß sich da anonyme Leute arrogant und selbstherrlich Artikel regelrecht „angeeignet“ haben und alles, was ihnen nicht in den Kram paßt, mit fadenscheinigen Begründungen (wenn überhaupt) wieder löschen. Deshalb mag ich die Wikipedia nicht besonders und verlinke auch nicht mehr zu Wikipedia-Einträgen.

mfg,

C. Cyrny“

Ich meine, es kann ja sein, daß das nicht generell gilt, aber so sind jedenfalls meine Erfahrungen. Summa summarum sind kontroverse Artikel zu einem bestimmten Thema bei der Wikipedia nicht gut aufgehoben. Ich habe die Arroganz dieser Leute, die sich hinter ihrer scheinbaren Anonymität verstecken, schon mehr als einmal erfahren müssen – deshalb auch dieser Beitrag.

1 Wie ich das schon des Öfteren erfahren mußte, kam auf diese kritische Email keine Antwort.

CinePaint in der deutschen Wikipedia

CinePaint-Maskottchen

Habe gerade die Seite zu „CinePaint“ in der deutschsprachigen Wikipedia besucht, aber die – vergleichsweise geringfügigen – Änderungen von mir sind noch nicht gesichtet worden. Für alle Interessierten: Die neue Windows-Version von CinePaint 1.4.4 kann bei SourceForge heruntergeladen werden.

Have just been visiting the entry on „CinePaint“ in the German version of Wikipedia, but the—comparably minor—edits by me have not been reviewed, yet. FYI, the new Windows version of CinePaint 1.4.4 can be downloaded at SourceForge.

CinePaint bei Open Hub

CinePaint-Maskottchen

Habe bei Open Hub eine Seite zu CinePaint entdeckt, die aber – wie der Eintrag zu diesem Programm in der deutschsprachigen Wikipedia – völlig veraltet ist. Habe das, da ich jetzt ja für die CinePaint-Dokumentation verantwortlich bin, auf meine To-do-Liste gesetzt.

Discovered at Open Hub a page on CinePaint. This page is—like the respective entry on this program in the German version of Wikipedia—hopelessly outdated. Added this page to my to-do list.

CinePaint-Website

CinePaint-Maskottchen

Die Website der Open-Source-Software CinePaint wird – so hat mir Projektleiter Robin Rowe mitgeteilt – vermutlich kommende Woche aktualisiert werden. Der von mir editierte, weil hoffnungslos veraltete Eintrag zu CinePaint in der deutschsprachigen Wikipedia (zu einer kritischen Anmerkung siehe auch hier) wurde leider noch nicht gesichtet.

The CinePaint website will be—according to project leader, Robin Rowe—updated by next week. The respective entry in the German version of Wikipedia will still have to be reviewed. I did some minor editing on this entry a few days ago because it is hopelessly outdated. More stuff coming soon.

Screenshot der Versionsgeschichte des Wikipedia-Artikels „CinePaint“.

CinePaint 1.1

CinePaint-Maskottchen

Habe eine Nachricht von CinePaint-Projektmanager Robin Rowe erhalten, daß ich weiter an der Dokumentation arbeiten soll. Die CinePaint-Website soll kommende Woche wieder da sein. Mit dem Editieren des Wikipedia-Eintrags soll ich aber noch warten, bis die neue Site online ist. Jetzt habe ich endlich wieder etwas zu tun. 😉

Got a message from CinePaint project leader, Robin Rowe saying that I shall keep working on the CinePaint documentation. The CinePaint website will be up and running by next week. Shall wait to fix the entry in the German Wikipedia, though. Now I have finally something to do. 😉

Mitarbeit an CinePaint

CinePaint-Maskottchen

Bin nach wie vor unschlüssig, ob ich weiterhin an CinePaint – die Windows-Version von CinePaint 1.1 ist m. W. so gut wie fertig – mitarbeiten soll. So ist, um nur ein Beispiel zu nennen, der Eintrag zu CinePaint in der deutschsprachigen Wikipedia hoffnungslos veraltet. Das könnte ich etwa verbessern (siehe dazu aber auch meinen kritischen Beitrag zu Sichtern in der Wikipedia), falls ich nicht wieder an so einen blöden Sichter gerate, der alles, was ich geändert habe, wieder rückgängig macht.

Hier können Interessierte übrigens noch einige (wenn auch veraltete) Artikel über CinePaint finden, und bei SourceForge kann man/frau sich den Quellcode der – inzwischen aber nicht mehr aktuellen – Version 1.0-4 herunterladen.