Poser 3

Heft-CD der Ausgabe 12/2002 des „PC Magazin“.

Muß gerade an die 3D-Software „Poser 3“ denken, die ich mir – das war noch unter Windows 98 – im Dezember 2002 von einer Heft-CD installiert habe. Nachdem ich damals etwa rumprobiert hatte, habe ich mit dem in „Poser 3“ implementierten Toon-Shader eine Serie von Grafiken gerendert, die ich leider nicht mehr habe, da ich die betreffenden Disketten 2016 beim Umzug weggeworfen habe. Überhaupt wäre es heute interessant zu sehen, was ich damals in meiner Anfangszeit so alles gemacht habe. Die Heft-CD habe ich zwar immer noch, aber ein Versuch, den darauf enthaltenen „Poser 3“ mittels CrossOver Linux auf meinem Ubuntu-Rechner zu installieren, ist leider gescheitert. Ich bekam beim Versuch,“Poser“ zu starten, die Fehlermeldung, daß zu wenig Speicher vorhanden sei. Daraufhin ist das Programm abgestürzt. 🙁

Windows?

Logo von Windows 11. © Copyright 2021 by Microsoft Corporation.

Ich benutze ja seit 2004 Ubuntu Linux1, nachdem ich von 1997 bis 2002 Windows installiert hatte: zuerst Windows 95 und dann den Nachfolger Windows 98. Mein Traum war damals Windows NT, aber dafür gab es keinen Treiber für mein Modem, ist man damals – heute kaum mehr vorstellbar – ja noch mit 56k-Modems gesurft. Auch gab es damals noch kein DSL. Was ich nicht ganz verstehe, ist, weshalb Linux nur einen Marktanteil von gerade mal 2% hat – finde ich es doch um Längen besser als Windows (aktuell: Windows 11).

1 Genauer gesagt habe ich seit ca. 2020 Ubuntu MATE installiert, das ich besser als das „normale“ Ubuntu finde. So läßt sich, um nur ein Beispiel zu nennen, die obere Leiste mit den Icons der ganzen Anwendungen viel besser konfigurieren.

Rückblick

Vor etwa zwanzig Jahren habe ich Grafiken wie die folgende entworfen:

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Damals noch unter Windows 98, habe ich zuerst Paint Shop Pro 6 und dann Corel PHOTO-PAINT 7 benutzt; letzterer war in der CorelDRAW Select Edition enthalten. Irgendwie hatte ich eine Schwäche für Emboss-Effekte (dt.: Relief). Gerade mit Corel PHOTO-PAINT habe ich sehr gern gearbeitet – so gern, daß ich es mir noch heute manchmal wünsche.

Tip: Beim Anlegen eines Reliefs im Gimp – geht z. B. über Filter > Licht und Schatten > Lichteffekte... – die Bump-Map nur auf eine Höhe von 0,1 bis 0,3 stellen; ansonsten bekommt man /frau Artefakte (Aliasing), die nur ganz schwer bzw. gar nicht zu beseitigen sind.

Screenshot von Windows 98. Quelle: Wikipedia.

Ein Versuch, PHOTO-PAINT 9 für Linux zu installieren, ist jedoch gescheitert. Ich hatte mir das .tar.gz-Archiv von einem tschechischen Server heruntergeladen, kam dann aber leider nicht damit klar, weil kein Script zur Installation beilag.

Mittlerweile arbeite ich schon ca. neunzehn Jahre mit dem Gimp; daneben habe ich noch CinePaint und Krita, wobei ich mit dem letzteren praktisch noch gar nichts gemacht habe, tue ich mich doch (noch) mit dem Arbeiten via Grafiktablett sehr schwer. Da ich aber gut malen und zeichnen kann, bin ich fest entschlossen, mich da einzuarbeiten.

Paint Shop Pro 6

Screenshot: Testversion von Paint Shop Pro 6 von JASC.

Das ist das Grafikprogramm, mit dem ich 1996 angefangen habe, als ich ein Jahr lang über Zeitarbeit bei debis Systemhaus in Fellbach bei Stuttgart gearbeitet habe. Neben „Paint Shop Pro“ habe ich damals vor allem „Visio“ und den „Designer“ von Micrografx benutzt. Heute nun habe ich, als ich mir meine alten CDs aus Windows-Zeiten durchgesehen habe, festgestellt, daß auf einer CD, die der „internet WORLD“ von 2000 beilag, eine 30-Tage-Testversion von „Paint Shop Pro 6“ enthalten ist, die ich mir mit CrossOver Linux natürlich sofort installiert habe. Eigentlich hatte ich jedoch „Poser 3“ von MetaCreations gesucht, den ich – auf einer anderen Heft-CD – auch prompt gefunden habe. Solche Ausflüge in die Vergangenheit haben doch ihren Reiz, und ich bin besonders auf „Poser“ gespannt.

P. S.: „Poser 3“ ließ sich zwar installieren; beim ersten Start kam jedoch eine Fehlermeldung, es sei nicht genügend Speicher vorhanden. Dann stürzte das Programm leider ab. 🙁

Wiedergefunden: Glossar

Auszug aus einem Glossar zum Thema „Grafik“, das ich mal so um 2002 geschrieben habe, damals noch unter Windows 98.

Im Jahre 2002 – ich hatte damals noch Windows 98 installiert – habe ich auf meiner kostenlos bei Arcor gehosteten Website ein Glossar verfaßt, in dem von A bis Z Begriffe aus dem Bereich „Computergrafik“ erklärt wurden. Mir hat das damals wirklich Spaß gemacht, und ich bin heute – im Rückblick – erstaunt, was ich damals nach sechs Jahren Grafik schon alles gewußt habe.

Ein kurzer Auszug – es handelt sich um den Eintrag zu „Anti-Aliasing“:

„Hierbei werden durch einen entsprechenden Algorithmus die Zwischenräume zwischen den „Stufen“ durch hellere Farbabstufungen aufgefüllt, so daß diese nicht mehr so stark wahrnehmbar sind (siehe auch die folgende Grafik). Die entsprechende Option („anti-aliasing“ bzw. „Glätten“) muß allerdings im Programm gesetzt sein. Bei Programmen wie z. B. Paint Shop Pro ist es dabei erforderlich, daß man mit mindestens 16 bit Farbtiefe ( 65.536 Farben ) arbeitet. Dies ist aber generell nicht erforderlich (man kann auch schon mit nur drei Farben anti-aliasing erzeugen).“

Gimp 2.10.18

Mein Interface des Gimp 2.10.18 im Zweifenster-Modus

Ich arbeite sehr gern mit dem Gimp, und das schon seit ca. 18 Jahren. Damals habe ich den Mut gefaßt, von Windows 98 zu SuSE Linux 7.3 zu wechseln, das ich mir noch gekauft habe.

Auch wenn ich teilweise lese, wie Leute sich vergebens im Gimp abmühen, kann ich persönlich das nur schwer nachvollziehen. Dazu muß ich sagen, daß ich schon 1994 mit Grafik angefangen habe, auch wenn das nur ein kurzes Intermezzo war. Ich habe damals interessehalber Photoshop – ich meine, es war die Version 3.x – auf einem in der Mediathek des Stuttgarter Rotebühlbaus installierten Mac ausprobiert, und da ich ja gestalterisch nicht unbegabt bin, ist mir das auch nicht besonders schwergefallen. Dann – zwei Jahre später – bin ich über Zeitarbeit zu debis Systemhaus in Fellbach bei Stuttgart gekommen, wo ich für die von debis administrierten Router-Netzwerke die Technische Dokumentation übernommen habe.

An Software hatte ich – noch auf Windows 95 – das von JASC entwickelte und später an Corel verkaufte Programm Paint Shop Pro sowie den Designer von Micrografx zur Verfügung. Für das Gros der Arbeit habe ich die damalige Version von Visio verwendet, das ja inzwischen von Microsoft weiterentwickelt wird.

Nach einem Jahr konnte ich aus rechtlichen Gründen leider nicht weiter bei debis bleiben. Ich hatte mir inzwischen aber meinen ersten eigenen PC gekauft und arbeitete mich in den folgenden Jahren immer weiter in den Bereich „Computergrafik“ ein. Ich kaufte mir die Corel Select Edition, die Corel DRAW, Corel PHOTO-PAINT sowie eine Software zur Texterkennung – ich glaube, das hieß OCR-Trace – beinhaltete. Vor allem mit Corel PHOTO-PAINT habe ich sehr gern gearbeitet.

Das ging – inzwischen unter Windows 98 – bis 2002, als ich beschloß, mir parallel zu Windows das bereits erwähnte SuSE 7.3 zu installieren. Nun hatte ich zum ersten Mal Gelegenheit, die damalige Version des Gimp auszuprobieren.

Ich kann mich ehrlich gesagt nicht mehr daran erinnern, wie das damals war – es muß eine der ersten Gimp-Versionen gewesen sein. Jedenfalls arbeitete ich mich mangels Alternativen gut in den Gimp ein, so daß er noch heute, was Bitmap-Editing angeht, mein Hauptwerkzeug ist.

So, das war ein kleiner Ausflug in die Vergangenheit, der doch länger geworden ist als beabsichtigt. Trotdem ist das vielleicht doch für den einen oder anderen aufschlußreich.