3D: Testszene

Testszene: Modeling: Rhino 3D; Rendering: vermutlich Cycles.

Anno 2019 habe ich interessehalber eine Testversion des NURBS-Modelers Rhino 3D mittels Wine unter Ubuntu installiert und etwas herumprobiert. Für das Resultat siehe oben. Mit dem Renderer von Rhino 3D bin ich ehrlich gesagt nicht zurechtgekommen; dabei kann man/frau damit schöne Sachen machen.

Zum Gimp 2.10

Möchte an dieser Stelle mal wieder eine Lanze für den Gimp brechen, der von seinem Potential imho sehr unterschätzt wird, zumal er seit der Version 2.10 ja auch 16- bzw. 32-bit Farbtiefe pro Kanal unterstützt. Meiner Erfahrung nach – und ich benutze den Gimp nun schon seit über neunzehn Jahren – ist er eben nicht nur ein Werkzeug für Hobby-User. Ich muß gestehen, daß ich den Gimp intuitiver (!) finde als beispielsweise Photoshop; auf die Kontroverse „Gimp vs. Photoshop“ möchte ich hier gar nicht näher eingehen.

Der Gimp und intuitiv?, werden manche jetzt sagen. Yep! Nur zwei Beispiele: Zoomen geht mit dem Gimp ganz einfach über die Tasten + und -, und auch das Handling von Pfaden ist meiner Meinung nach im Gimp besser gelöst als in Photoshop, auch wenn die Kontrollpunkte der Pfade in Photoshop feiner ausgelegt sind als im Gimp. Zudem kann man/frau im Gimp eigene Shortcuts (Tastaturkürzel) anlegen, die das Arbeiten z. T. deutlich beschleunigen. Das geht in Photoshop zwar auch, aber irgendwie – zugegebenermaßen sehr subjektiv – ist mir hier der Gimp sympathischer.

Dann ist das Interface des Gimp weitgehend konfigurierbar (geht über Bearbeiten > Einstellungen > Interface); so hat es – was ich jedoch, an die zwei bis drei Fenster gewöhnt, als unflexibel empfinde – beispielsweise einen Einfenster-Modus (Fenster > Einfenster-Modus). Und: Sämtliche Funtionen des Gimp können über einen einfachen Rechts-Klick aufgerufen werden.

Und – bevor ich’s vergesse: Der Gimp hat über das nachträglich zu installierende Paket gimp-gap einen sogenannten Chroma-Keyer (siehe auch hier) implementiert, mit dessen Hilfe einfarbige Hintergründe entfernt werden können. Aufgerufen wird dieser Chroma-Keyer über Video > Bluebox.... Bei Photoshop geht das zwar auch, etwa über das AdvantEdge-Plug-in von Ultimatte, das kostet aber – und nicht zu knapp.

Eine Schwäche des Gimp – hier ist Photoshop klar im Vorteil – ist beispielsweise die Unterstützung von CMYK, und auch das Anti-Aliasing („Glätten“) ist in Photoshop besser. Und dann ist da noch das unkomfortable, sehr (!) verbesserungswürdige Textwerkzeug des Gimp.

Summa summarum möchte ich an dieser Stelle aber doch eine klare Empfehlung für den Gimp aussprechen. Ich habe zwar auch – via Wine – Photoshop CS2 installiert, arbeite aber kaum damit, weil mir der Gimp einfach lieber ist.

CrossOver Linux 19

Da ich immer wieder mal eine Windows-Applikation testen wollte, Wine aber nicht immer reibungslos funktioniert, habe ich heute den Schritt getan, mir für € 38,- CrossOver Linux 19 zu kaufen. Nachdem die beiden ersten Versuche, es direkt mit gdebi zu öffen, fehlschlugen, wählte ich beim dritten Versuch "Speichern unter ..." aus, was auch funktionierte. Im Ubuntu-Menü war nun ein Eintrag CrossOver zu finden.

Als ich mir aber die heruntergeladene Testversion von Corel PaintShop Pro 2020 installieren wollte, hängte sich CrossOver auf. Wie ich herausfand, war das mein Fehler: Ich hatte vergessen, eine Flasche ("Bottle") für PaintShop Pro 2020 zu selektieren. Nun geht leider gar nichts mehr; ein Klick auf den CrossOver-Button bewirkt – nichts. Habe deshalb im Forum von CrossOver Linux gepostet und hoffe, so eine Lösung für mein Problem zu finden.

Auch der Versuch, CrossOver Linux als root zu starten, funktionierte nicht richtig. Nachdem ich gewarnt worden war, dass das nicht ohne Risiko sei, erschien kurz das Fenster, mit dem man/frau Software installieren kann. Nachdem ich aber PaintShop Pro 2020 eingetippt hatte, hängte sich das Programm auf. Na toll! 🙁

Für die Lösung dieses Problems siehe meinen Beitrag „CrossOver Linux 19: Fehlersuche“. Dank der freundlichen Unterstützung von CodeWeavers funktioniert CrossOver Linux jetzt einwandfrei. 🙂

Eclipse 3.1.4

Interface von Eclipse 3.1.4

Anno 2002 kaufte ich mir ein Heft des Computermagazins „PC Direkt“. Auf der Heft-CD lag unter anderem eine Testversion der Compositing-Software Eclipse 3.1.4 bei, die ich mir sofort installierte. Jedoch kam ich mangels Handbuch nicht damit zurecht. Ich erinnere mich nur, daß man/frau mit Eclipse einen schönen lens flare rendern konnte. Damals wurde Eclipse von der Frankfurter Firma „Form & Vision“ vertrieben, die aber dann in Konkurs ging.

Jetzt habe ich versucht, dieses Programm (die Heft-CD habe ich noch), das an sich unter Windows läuft, unter Ubuntu MATE 20.04 mittels Wine zu installieren, was auch geklappt hat. Ein User auf der Site CG Society hat mir auch auf eine Anfrage geantwortet, daß er ein Manual von Eclipse hätte. Seitdem hat er sich aber leider nicht mehr gemeldet.

Durch eine Google-Suche bin ich auf einen kurzen Artikel auf der Seite der „PC-Welt“ gestoßen, demzufolge Eclipse 3.1.4 2014 von Softline vertrieben wurde. Ob dem heute noch so ist, weiß ich allerdings nicht.

Mittels Eclipse kreierte Montagen kann man/frau sich auf der Seite von Thomas Herbrich anschauen.

P.. S.: Eclipse 3.1.4 wurde bei mir zwar installiert, jedoch ist es nach dem ersten Start verschwunden. Weder ist – ich habe diese Option ausgewählt – ein Icon auf dem Desktop installiert worden, noch kann ich im Ordner .wine irgendetwas finden. Ok, so nötig brauche ich Eclipse 3.1.4 nicht, aber ich dachte mir, es wäre nett, es wenigstens mal auszuprobieren.

PaintShop Pro

Als ich 1996 mit Grafik angefangen habe, war Paint Shop Pro, wie er damals noch geschrieben wurde, Shareware und wurde von JASC entwickelt und vertrieben. Jetzt, 24 Jahre später, würde mich wirklich interessieren, wie die inzwischen von Corel aufgekaufte – und PaintShop Pro geschriebene – aktuelle Version aussieht und was sie kann. Habe mir deshalb die kostenlose Testversion heruntergeladen und werde mal sehen, ob ich die mittels Wine installieren kann.

Hmm, wie ich schon befürchtet hatte, geht es nicht – nicht über den Dateimanager Caja und auch nicht über eine Shell. In der Shell bekomme ich Folgendes:

claus@ccyrny:~/Downloads$ sudo wine PSP2020Installer.exe
[sudo] password for claus:
002d:err:ntdll:RtlLeaveCriticalSection section 0x32fd98 is not acquired
002d:err:ntdll:RtlLeaveCriticalSection section 0x32fd98 is not acquired
002d:err:ntdll:RtlLeaveCriticalSection section 0x32fd98 is not acquired
002d:err:ntdll:RtlLeaveCriticalSection section 0x32fd98 is not acquired
002d:err:ntdll:RtlLeaveCriticalSection section 0x32fe30 is not acquired
Could not find Wine Gecko. HTML rendering will be disabled.
002d:err:mshtml:create_document_object Failed to init Gecko, returning CLASS_E_CLASSNOTAVAILABLE

Und:

claus@ccyrny:~/Downloads$ sudo apt-get install gecko
[sudo] password for claus:
Reading package lists… Done
Building dependency tree
Reading state information… Done
E: Unable to locate package gecko
claus@ccyrny:~/Downloads$ sudo apt-get install wine-gecko
Reading package lists… Done
Building dependency tree
Reading state information… Done
E: Unable to locate package wine-gecko
claus@ccyrny:~/Downloads$

Bleibt noch – womit ich immer wieder geliebäugelt habe -, mir CrossOver Linux zu kaufen, mit dem sich PaintShop Pro aller Wahrscheinlichkeit nach installieren lassen dürfte.