Gedanken zum heutigen Tag

Da seit Montag der Bäcker und Konditor Trölsch sein Café wieder geöffnet hat, war ich schon ein paarmal einen Cappuccino mit Sahne trinken. Ich bin auch zu dem Schluß gekommen, daß ich mein neuestes Relief doch rahmen lassen will, wei das auf den Monat umgerechnet nur knapp drei Cappuccinos sind, und das kann ich wirklich verkraften. Die Klientele um den Ludwigsburger Busbahnhof ist mir ehrlich gesagt alles anderen als sympathisch, insbesondere eine Gruppe von Männern, die da jeden Tag nachmittags auf einer bestimmten Bank sitzen und sich heruntersaufen. Ergo bin ich doch froh, wenn ich wieder in meinem Apartment bin. In absehbarer Zeit werde ich ja meinen Mini-Verstärker wiederbekommen, einen Nobels „Streetman 10“, der wider Erwarten doch noch funktioniert und in den ich mit Hilfe von Carlos vom Stuttgarter „American Guitar Center“ einen Bleigel-Akku eingebaut habe.

Als ich noch in Stuttgart gewohnt habe, habe ich ein paarmal auf der Königstraße bzw. dem Schloßplatz vor dem Kunstmuseum Straßenmusik gemacht, aber kaum etwas eingenommen. Die eine Brezel-Verkäuferin beim „Wittwer“ hat mich später immer wieder gefragt, ob ich denn mal wieder spielen würde, was ich jedesmal verneinen mußte. Jetzt, wo ich in Ludwigsburg wohne, wäre es auch zu kompliziert, mit Gitarre und Verstärker nach Stuttgart zu fahren; abgesehen davon habe ich mein „Wägelchen“ aus verchromtem Stahlrohr nicht mehr. Dafür kann ich dann aber bald mit meiner E-Gitarre im Innenhof neben unserem Apartmenthaus spielen.

05:44 Uhr

Werde, wenn ich heute in Stuttgart bin, einen Abstecher in die Buchhandlung „Wittwer“ machen. Neben „Gimp 2.10“ von Jürgen Wolf möchte ich mir, falls der „Wittwer“ es da hat, „Gimp – kurz & gut“ von Karsten Günther anschauen – ein Buch, das ich bisher noch nicht kenne und das im Verlag O’Reilly erschienen ist. Dieses Buch basiert zwar noch auf dem Gimp 2.6, aber mal sehen, vielleicht ist es trotzdem ganz brauchbar.

In Stuttgart (3)

Heute vormittag wieder mit dem Regionalexpress nach Stuttgart. Während der Sommerferien könnte ich mit meinem VVS-Ticket in ganz Baden-Württemberg herumfahren, aber ich hatte heute ehrlich gesagt keine Lust dazu. Vielleicht ein anderes Mal.

Zuerst im Musikhaus Berthold & Schwerdtner, eine D-Saite kaufen. Dann in die “Holanka Bar”, wo die Frau hinter der Theke schon wußte, was ich nehme, nämlich einen Cappuccino mit Sahne. Das mache ich so seit Paris, wo ich immer einen Café Viennois getrunken habe, was aber eigentlich kein Cappuccino ist, sondern ein Espresso mit süßer Sahne.

In der “Holanka Bar” war ich heute aber nur kurz, weil ich im 4. Stock – die “Holanka Bar” liegt im Buchhaus “Wittwer” – nach dem Buch “Gimp 2.10” von Jürgen Wolf schauen wollte. Das war aber ausverkauft, ergo habe ich es mir zur Ansicht bestellt. Dabei habe ich gerade nicht die Energie übrig, um eine Besprechung eines 923 Seiten umfassenden Buches zu schreiben, müßte ich dazu eigentlich das gesamte Buch durcharbeiten. Ich möchte es mir nur mal durchblättern und das eine oder andere lesen.

Wie ich gestern dem Rheinwerk-Verlag geschrieben habe, habe ich so meine Schwierigkeiten mit Büchern von solchem Umfang.

Zu guter letzt noch Mittagessen oben im Restaurant der “Galeria Kaufhof”. Ich habe gehört, dass der Kaufhof Filialen schließen will und kann nur hoffen, dass diese nicht dazu gehört. Auf der Königstraße anonyme Massen, die sich aneinander vorbeischieben.

Im Stuttgarter Hauptbahnhof sind alle Geschäfte un die ganze Gastronomie seit Ende letzten Jahres geschlossen, weil angeblich umgebaut werden soll. Es tut sich aber seit Weihnachten praktisch gar nichts. In meinen Augen ist ja das ganze “Stuttgart 21” purer Größenwahn, aber es wird eben auf Biegen und Brechen durchgezogen. 1

1 Seht hierzu auch das wirklich lesenswerte Buch „Schaden in der Oberleitung“ von Arno Luik mit einem Kapitel zu „Stuttgart 21“.